Wie es begann…

Wie ein breiter Strom aus dem Zusammenfluss mehrerer Bäche und Flüsse entsteht, so ist es auch mit der geschichtlichen Entwicklung des Mandolinenorchesters Gütersloh.

Die erste Quelle entsprang im ersten Nachkriegsjahr 1945/46 in Avenwedde. Später gab es „Zuflüsse“ aus Spexard (Mandolinenvereinigung „Früh-Auf“), Neuenkirchen (Mandolinenorchester Concordia) und dann einen Zusammenfluss der Volksmusikgruppe Avenwedde und den Mandolinen- und Gitarrenfreunden Gütersloh.

() Zunächst war gar nicht geplant, ein Zupforchester zu gründen. Im Winter 1945/46 wurden von einer Laienspielschar Musiker gesucht zur Begleitung der Theaterspieler bei einem Singspiel. Man wandte sich an den Organisten Peter Grieß, der viele Musikschüler auf unterschiedlichen Instrumenten ausbildete. Die so entstandene Gruppe entschloss sich, zusammenzubleiben und gemeinsam bei Schülerkonzerten und weiteren Singsielen aufzutreten. Die ersten Instrumente waren Geige, Blockflöte, Klavier, aber auch schon Mandoline und Gitarre. Immer mehr Spieler kamen zusammen und bald gab man sich einen Namen. Das damalige Repertoire bestand aus Volksliedern, Walzern, Märschen und ähnlichem. Man legte sich eine einheitliche Kleidung zu. Dem damaligen Geschmack entsprechend waren das Lederhosen und schmucke Trachtenröcke.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Musikgruppe zu einem reinen Zupforchester. Das Repertoire wandelte sich langsam und erreichte ein immer höheres Niveau. Die heute gespielte Musik deckt einen weiten Bereich ab. Er reicht von volkstümlichen Liedern und Vortragstücken bis zu klassischer Musik.

Es ist das besondere Anliegen des Mandolinenorchesters Gütersloh, seinem Publikum die ganze Palette der breitgefächerten Stilrichtungen anzubieten und dabei die Volkstümlichkeit nicht zu verlieren.

Winfried Barkey